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„Begeistern Sie andere von unserer Union!“

Heinsberger Zeitung
14.06.2017, Lokales, Seite 16

Bezirksseniorentag der Senioren-Union in der Festhalle von Oberbruch ist zugleich Auftakt zum Bundestagswahlkampf der CDU.

Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Professor Dr. Otto Wulff, begeistert sein Publikum.

Kreis Heinsberg. Der Bezirksseniorentag der Senioren-Union in der Festhalle von Oberbruch war am Dienstagnachmittag zugleich der Auftakt zum Bundestagswahlkampf der CDU. Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Professor Dr. Otto Wulff, war der Hauptredner bei dieser Veranstaltung, die von der Senioren-Union im CDU-Kreisverband Heinsberg ausgerichtet wurde.

Die Senioren-Union ist mit der bundesweiten Mitgliederzahl von circa 56 000 Mitgliedern eine der zahlenmäßig größten Vereinigungen in der CDU. Mit ihrem Bundesvorsitzenden Otto Wulff verschaffen sich die Senioren in der CDU Stimme und Gehör.

Rund 120 Seniorinnen und Senioren waren am Dienstag aus der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg in die Oberbrucher Festhalle gekommen, um der Rede des Bundesvorsitzenden zu folgen.

Der 84-jährige Wulff stellte den Europagedanken, auch bei seinem Rückblick auf die Anfänge der Bundesrepublik, als ein zentrales Anliegen der CDU dar; er sei in der demokratischen, westlichen Wertegemeinschaft bis heute eingebettet. Denn für keine Partei sei die europäische Einheit in Freiheit verpflichtender als für die Christlich-Demokratische Union. Die Einheit könne nur in Freiheit erreicht werden. Das sei der Erfolg der Union, dazu bis heute gestanden zu haben. Neue Grenzen und Zölle würden nur den Zerfall Europas bedeuten. Ein weiteres Anliegen Wulffs war der Zusammenhalt der Generationen. „Wir wissen, dass ein Staat gegen die Wand fährt, wenn die Generationen nicht zusammenstehen“, rief er der Versammlung zu. Und die Wahlerfolge der CDU im Saarland und NRW seien auch der Generation der über 60-Jährigen zu verdanken, die im Saarland zu 46 Prozent die CDU gewählt habe, die der über 70-Jährigen sogar zu 54 Prozent. Das müsse auch für die Bundestagswahl wieder gelingen.

Wulff nahm das Thema Bildung in den Blick, dem sich Deutschland stellen müsse, denn in den nächsten zehn Jahren würden 800 Millionen junge Menschen aus den Schwellenländern auf den globalen Arbeitsmarkt drängen. „Wir müssen besser sein“, war seine Schlussfolgerung. „Das Recht auf Bildung und Ausbildung darf nicht davon abhängig sein, was eine Familie im Geldbeutel hat.“

Datenschutz und Datenhandel beträfen alle Generationen. Die Union sei dazu berufen, dass es nicht zum „gläsernen Menschen“ komme. Sie müsse zudem politisch die Möglichkeiten schaffen, dass auch die 80-Jährigen noch an der digitalen Welt teilnehmen könnten.

Mit dem Hinweis, dass die doppelte Staatsbürgerschaft ihm missfalle, fand er viel Zustimmung beim Publikum. Auch damit, dass eine Demokratie, die ihre Feinde nicht bekämpfe, sich selber gefährde. Zum Schluss gab er seinen Zuhörern noch mit auf den Weg, dass der Wahlerfolg sich nicht von alleine einstelle. „Begeistern Sie andere von unserer Union!“ So lautete sein Credo. Sein Publikum hatte er da schon begeistert.

Im weiteren Programm, durch das der Bezirksvorsitzende Herbert Geller moderierend führte, stand die Vorstellung der CDU-Bundestagskandidaten und aktuellen Mitglieder des Parlaments aus der Region, Wilfried Oellers, Thomas Rachel, Dr. Rudolf Henke, Helmut Brandt und Detlef Seif an. Während Oellers Erfolge bei Mütterrente, Erwerbsminderungsrente und Betriebsrentenstärkungsgesetz nannte, richtete Brandt seinen Blick nach vorne und nahm die britische Premierministerin Theresa May als warnendes Beispiel dafür, dass niemand sich zu sicher sein dürfte, wiedergewählt zu werden. Henke betonte seine Arbeit im Gesundheitsbereich und nahm das Thema Demenzforschung und Pflege in den Blick. Die Gefährdung durch die unsicheren Reaktoren in Tihange und Doel sei ein weiteres Thema, dem er sich widmen wolle. Dass Europa ein Europa freier Völker bleibe und kein Zentralstaat werde, war ein inhaltlicher Schwerpunkt von Seif. Für Rachel stand der Strukturwandel des rheinischen Reviers unter Einbezug der Hochschulpotenziale auf der Agenda. Auch die Qualifizierung der jungen Generation liege ihm am Herzen. Er wolle sich für die Gleichwertigkeit der akademischen und der dualen Berufsausbildung einsetzen. (jwb)

„Wir wissen, dass ein Staat gegen die Wand fährt, wenn die Generationen nicht zusammenstehen.“

Prof. Dr. Otto Wulff,
Bundesvorsitzender der Senioren-Union

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